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Hochwasser Mittersill
Foto: Bundeswasserbauver...

Dem „Kampf gegen die Fluten“, …

... aber auch dem „Leben mit der Hochwassergefahr“ widmete sich die „Erste Europäische Hochwasserkonferenz“ in Wien. Diese Konferenz fand am 17. bis 18. Mai 2006 in Wien statt und wurde gemeinsam vom Lebensministerium und der Europäischen Kommission veranstaltet.

An der Konferenz nahmen rund 220 Experten aus 24 Staaten Europas teil.
 
In den letzten Jahren haben Hochwässer nicht nur enorme wirtschaftliche Verluste und Schäden an der Umwelt verursacht, sondern bedauerlicherweise oft auch Menschenleben gefordert. Allein im Zeitraum 1998 – 2002 wurden über 100 größere Hochwasserereignisse in Europa registriert. Zusätzlich mussten über 700 Menschenleben beklagt werden, mehr als eine halbe Million Menschen haben ihr Heim verloren und mindestens 25 Milliarden Euro sind an versicherten Schäden entstanden. Weitere immense Schäden wurden 2005 und 2006 in Teilen Europas registriert.

Das Ziel der Europäischen Konferenz zum Thema „Hochwasserrisikomanagement“ war es daher,

  • die in den Regionen Europas sehr unterschiedlichen Herausforderungen bezüglich Hochwasser bewusst zu machen,
  • die in den einzelnen Staaten praktizierten Lösungsansätze zur Verminderung der Hochwasserrisiken und insbesondere dessen negative Folgen für die menschliche Gesundheit, die Umwelt, Infrastruktureinrichtungen und Eigentum aufzuzeigen, und
  • wertvollen Input für die Gestaltung einer zukünftigen EU – Richtlinie für die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken zu bekommen.
Die Konferenz bot in fünf Themenblöcken einen Überblick über verschiedene Hochwasser-Strategien in einzelnen Flussgebieten und Staaten. Der Bogen der Vorträge reichte hierbei von
  • den prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserbereich und den daraus resultierenden spezifischen Problemen der Küstenstaaten gezeigt am Beispiel Londons, Venedigs und der Niederlande,
  • dem Leben mit der Hochwassergefahr am Beispiel Spaniens, Österreichs und Finnlands
  • den gemeinsamen Bemühungen von Anrainerstaaten in internationalen Flusseinzugsgebieten am Beispiel der Oder, des Rhein und der Donau
  • der Darstellung der auf Grund der Hochwässer der letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen und Strategien in Deutschland und der Schweiz, einschließlich der Darstellung der jüngsten dramatischen Hochwasserereignisse in Rumänien bis hin zur
  • Darstellung der gemeinsamen europäischen Aktivitäten zur Minderung und Abwehr der Hochwasserrisiken.
Die Ergebnisse der Konferenz bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Arbeiten an der EU Hochwasserschutzrichtlinie.
 
Die einzelnen Vorträge finden Sie unter den folgenden Links

Themenblock 1 / Session 1 
Themenblock 2 / Session 2 
Themenblock 3 / Session 3 
Themenblock 4 / Session 4 
Themenblock 5 / Session 5 
 
 
 

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12.11.2008, Lebensministerium VII/2